England-Blog ohne England Teil 5 (2016)

England-Blog ohne England Teil 5 (2016)

Lampenfieber und ein unsichtbarer Hund.

Heute waren wir bei einem Theateraufführung unserer Schultheater-AG. Die 15 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 5, 6 und 7 brachten das Stück „Geschlossene Gesellschaft“ auf die Bühne. Es war das letzte Stück der Reihe „Goldstücke“ , bei dem über 20 Theatergruppen aus vielen verschiedenen Schulen aufgetreten waren.

In dem Theaterstück geht es um Menschen, die als Flüchtlinge in unser Land kommen und von der Gesellschaft abgelehnt werden. Wie unsere Gesellschaft damit umgeht, wurde eindrucksvoll dargestellt: die normalen Menschen wollen beim shoppen nicht gestört werden, Politiker reden nur austauschbare Phrasen. Das Papier, auf dem Menschenrechte stehen, wird achtlos zerrissen und die Schnipsel auf der Bühne verteilt.

Theater wirkt anders und viel stärker, als wenn man über ein Thema etwas lesen würde. Zum Beispiel kann man die Ängste der Angekommenen wirklich spüren – obwohl es nur gespielt ist. Das Stück endete mit einem tollen Rap zum Thema Vielfalt und Akzeptanz.

Nach der Vorstellung hatten wir die Gelegenheit, uns mit der Theater-AG und ihrer Betreuerin Frau Lambach zu unterhalten. Dabei konnten wir einiges lernen:

Wo kommen die vielen Ideen für das Stück her (zum Beispiel der „unsichtbare Hund“)? Antwort: alle Mitglieder der Theater-AG können Ideen einbringen. Dann wird ausprobiert und die Gruppe diskutiert, ob eine Idee machbar ist. Danach wird sie weiterentwickelt bzw. verbessert.

Hat man immer noch Lampenfieber, auch wenn man schon mehrere Aufführungen hinter sich hat? Dazu gab es verschiedene Antworten. Entweder: „Ich kenne die Leute vor mir ja nicht, deshalb ist mir das egal!“ Oder: „Ich bin immer nervös!“

Vielen Dank an Frau Lambach!

admin

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